Haferblöcken: Auf gutes Miteinander!

In Haferblöcken und dem benachbarten Quartier Dringsheide zusammen werden in Zukunft mehr als 5.000 Menschen leben. Damit das Wohnquartier Haferblöcken seiner Bewohnerschaft von Anfang an ein lebenswertes Umfeld bietet und das gemeinschaftliche Zusammenleben der Menschen im Quartier gefördert wird, hat der Bezirk Hamburg-Mitte Haferblöcken als Schwerpunktgebiet im RISE-Fördergebiet Billstedt-Horn festgelegt.

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Haferblöcken: Auf gutes Miteinander!

„Haferblöcken“ – so bezeichnen wir die beiden Wohnbereiche westlich und östlich der Straße Haferblöcken. Der westliche Bereich bis zur Dringsheide umfasst rund 600 Wohneinheiten, die seit 2005 entstanden sind. Im östlichen Bereich liegt das heutige Neubaugebiet mit zukünftig rund 470 Wohneinheiten; diese sollen vorwiegend als verdichtete Einfamilienhausbebauung entstehen. Von Beginn der Planungen an hat der Bezirk Hamburg-Mitte maximal etwa 250 dieser Einheiten als Unterkünfte mit der Perspektive Wohnen (UPW) für Geflüchtete vorgesehen – um eine gemischte und inklusive Nachbarschaft zu fördern. Zusätzlich legen die Planerinnen und Planer ein besonderes Augenmerk darauf, die Wohnbebauung so behutsam wie möglich in den wertvollen Landschaftsraum um den Öjendorfer See einzubinden.

Der Hintergrund: Im Oktober 2015 hatte der Hamburger Senat beschlossen, auf neuen Siedlungsflächen dauerhafte große Wohnquartiere für Geflüchtete zu entwickeln. Das Bezirksamt Hamburg-Mitte erarbeitete im Rahmen eines Werkstattverfahrens mit intensiver Bürgerbeteiligung im Januar 2016 wichtige Grundlagen für eine Bebauung des Gebiets östlich der Straße Haferblöcken. Parallel prüfte es weitere Standorte für eine dezentrale Unterbringung im Bezirk Hamburg-Mitte.

Seit Planungsbeginn stand im Wohnquartier Haferblöcken eine gelingende Integration der zukünftigen Bewohnerinnen und Bewohner im Fokus: Es soll ein gemischtes und lebendiges Quartier mit starken Nachbarschaften wachsen. Dafür wurden unterschiedliche Gebäudetypologien und Wohnformen in die Planung einbezogen. Diese Vorgaben werden im Bebauungsplan (B-Plan) Billstedt 113 für das neue Quartier festgeschrieben, der 2020 festgestellt werden soll. Nähere Informationen zum Bebauungsplanverfahren

Das Bebauungsplanverfahren für Haferblöcken ist sehr anspruchsvoll: Das Fachamt Stadt- und Landschaftsplanung muss umfangreiche Regularien und komplexe Rahmenbedingungen zur Beteiligung von Behörden sowie Bürgerinnen und Bürgern berücksichtigen. Deshalb wurden die für Geflüchtete vorgesehenen Bereiche und die erforderliche Erschließung vorab genehmigt (gemäß § 246 Absatz 14 Baugesetzbuch). Im Oktober 2017 begann der Bau der Gebäude für die UPW im Prachtnelkenweg. 2019 war dieser Teil des Quartiers fertiggestellt und wurde schrittweise an den Träger fördern & wohnen übergeben.

Parallel zum Bebauungsplanverfahren läuft die Quartiersentwicklung im Rahmen der Integrierten Stadtteilentwicklung (RISE). Das federführende Fachamt Stadt- und Landschaftsplanung wird hier von einem Begleitgremium und dem Quartiers- und Netzwerkmanagement unterstützt. Dabei werden das bestehende Wohnquartier Haferblöcken-West und das neue Haferblöcken-Ost zusammen als Schwerpunktquartier Haferblöcken im RISE-Entwicklungsraum Billstedt-Horn betrachtet und im Planungsprozess entsprechend gesteuert.

Wichtige Infrastrukturprojekte werden als Schlüsselprojekte der Quartiersentwicklung gefördert und vorangetrieben. Eine zentral gelegene große Spielfläche - die Grüne Mitte - wurde 2019 fertiggestellt und mit einem Fest für die Nachbarschaft eröffnet. Zusätzlich entsteht ab dem zweiten Halbjahr 2020 zentral im Quartier ein „Haus der Begegnung“ für alle Menschen in Haferblöcken.

Weitere Informationen zur Integrierten Stadtteilentwicklung im Bezirk Hamburg-Mitte

Stand: April 2020