Garten der Begegnung

Das Projekt „Garten der Begegnung“ in der Legienstraße bringt Menschen vieler Kulturen im Interkulturellen Garten zusammen: beim gemeinsamen Gärtnern, angeleitet von Garten-Profis. Es begann in der Wohnunterkunft für Geflüchtete Weddestraße.

1 / 1

Garten der Begegnung

Laufzeit: erste Projektphase 2016 – 2018 | zweite Projektphase 2019 – 2020 (laufend)

Projektphase 1

Das Ziel: In der Weddestraße gibt es eine Unterkunft für geflüchtete Menschen. Hier lebende Frauen und Kinder wurden zur Gartenarbeit eingeladen, um ihnen in ihrem ungewissen Alltag und in der ungewohnten Umgebung einen Halt zu gegen.

Das Quartierslicht: Gemeinschaftlich gärtnern

Das Projekt startete mit einer Ostereiersuche für Kinder aus der Unterkunft Weddestraße. Später bauten die Teilnehmenden gemeinsam ein Hochbeet auf dem Gelände der Unterkunft. Das Beet steht den Bewohnerinnen und Bewohnern der Unterkunft zur Verfügung. Zusätzlich besuchte eine Gruppe von Frauen mit ihren Kindern wöchentlich den nahe gelegenen Interkulturellen Garten Billstedt. Eine Mitarbeiterin des beauftragten Instituts für konstruktive Konfliktaustragung und Mediation e.V. (IKM) begleitete die Gruppe.

Mitte 2017 übernahm eine Ehrenamtliche im Rahmen ihres Freiwilligen Sozialen Jahrs (FSJ) in der Unterkunft Weddestraße die Begleitung der Besuche bis zum Ende ihres FSJs Mitte in 2018. 

2018 zogen viele der Unterkunftsbewohnerinnen, die im Interkulturellen Garten aktiv waren, in andere Hamburger Stadtteile. Auch die aktive JFSlerin beendete ihren Einsatz. Der Versuch, neue Interessentinnen für das gemeinsame Gärtnern zu gewinnen, war leider wenig erfolgreich: Trotz intensiver Akquise-Bemühungen seitens IKM blieb das Interesse der Bewohnerschaft am Gärtnern gering. Daher wurde das Projekt nicht fortgeführt.

Kooperationspartner: Institut für konstruktive Konfliktaustragung und Mediation e.V. (IKM), Interkulturelle Garten e.V. (IKG), fördern und wohnen AöR

Projektphase 2

Das Ziel: Der Interkulturelle Garten Billstedt e.V. soll neu belebt werden. 2019 erneut als Quartierslicht ausgewählt, soll der Verein stärker unterstützt und sein großer Erfahrungsschatz in puncto selbstorganisierter gemeinschaftlicher Gartenarbeit weiterhin genutzt werden. Vielfältige Begegnungen sollen ermöglicht und die Vernetzung der unterschiedlichen Begegnungsgruppen im Stadtteil gefördert werden.

Das Quartierslicht: Den Interkulturellen Garten neu aufblühen lassen

Für 2020 sind drei interkulturelle Begegnungsveranstaltungen geplant: ein Gartenfest, ein Sommer-Grillen und eine Herbstlese. In die Vorbereitung dieser Veranstaltungen wird die Nachbarschaft einbezogen.

Der Verein und die Arbeitsgemeinschaft selbstständiger Migranten e.V. (ASM) haben einen Plan für die gemeinsame Arbeit aufgestellt: Was soll wann in welchem Bereich des Gartens getan werden? Die Jahrestermine für die Gemeinschaftsarbeit wurden festgelegt und die Beteiligung der Besuchergruppen vereinbart. Mögliche Kooperationen, etwa mit der Kinderwerkstatt oder der Seniorenbetreuung, werden geprüft. 

Ein fünfköpfiges Team betreut die Besuchergruppen: Auszubildende, geflüchtete Frauen aus der benachbarten Unterkunft, Interessierte aus migrantischen Vereinen und Initiativen, Menschen aus der Nachbarschaft und engagierte Studierende.

Wegen der Einschränkungen durch die Corona-Pandemie musste der Start der gemeinsamen Gartenarbeit verschoben werden. Die Arbeit startet, sobald die Kontaktbeschränkungen gelockert wurden. 

Kooperationspartner: Arbeitsgemeinschaft selbstständiger Migranten e.V. (ASM); Interkulturelle Garten e.V. (IKG)

Stand: September 2020